my own sweet world of mind
  Startseite
    Tageblog
    Vertonte Gedanken
    Aphorismen
    Witze
    kleine Außerirdischenküche
  Über...
  Archiv
  dat Außerirdische
  Legalitäten
  In loving memory
  Die Fabel vom Fabelmädchen
  Wundersames Tierleben
  kleine Häppchen für den Geist
  kleine Häppchen für den Geist 2
  kleine Häppchen für den Geist 3
  kleine Häppchen für den Geist 4
  kleine Häppchen für den Geist 5
  Sprüche
  Eigene Gedichte I
  Eigene Gedichte II
  Eigene Gedichte III
  Eigene Gedichte IV
  Eigene Gedichte V
  Eigene Gedichte VI
  Eigene Gedichte VII
  Eigene Gedichte VIII
  Eigene Gedichte IX
  Lieblingsgedichte
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren

   
    thegloriousmess

   
    anibeutel

   
    goettertochter

    - mehr Freunde

   Utopia - nachhaltiger Konsum
   Foodwatch
   Da wird mir übel
   Chrissies Enten Kastanien Welt
   Postsecret
   BDSM-Wiki
   cute little dead girl
   Saladfinger
   Best Cure-Coverband ever!
   Aphorismen
   ...

   23.02.14 14:30
    Sehr schöner Blog und gu
   8.10.14 12:29
    . . . nur wie lange n
   29.10.16 08:44
    Kiv7aO bvlceqijfhxj, [u

http://myblog.de/legalalien

Gratis bloggen bei
myblog.de







Regen


Manchmal
Da ist es mir, als würde der Regen
Der draußen auf die Erde fällt
Sie nährt, ihren Durst stillt
Auch in mir ein Tor aufstoßen.

Als würde dieser Regen
Diese leisen Tropfen
Der graue Himmel
Das Leben, das er bringt
Auch eine geheime Saat in mir
Aufbrechen und nähren.

Als würde dieser Regen
Schleusentüre meiner Seele öffnen
Meine Gefühle fortschwemmen
Mit sich reißen
In den Fluss des Lebens.

Manchmal
Ist es das Grau
Das mein Innerstes braucht
Um sich nach außen
In die Welt zu wagen.

Manchmal
Brauche ich Regen
Um die Sonne in mir
Zu sehen und
Für mich zu erkennen
Dass mein Licht nicht ohne
Den Schatten in mir existieren kann.


*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~


Der Schrei

Der Schrei

Weit aufgesperrt der Mund
Und doch nur Stille
Stumme Verzweiflung
Der rasenden Wut.

Das Herz pumpt
Lava
Gefriert
Kopf kann sich nicht entscheiden
Körper regiert.

Die Wut kocht hoch
Alles erstarrt
Gelähmt
Gehalten von der Faust des Hasses.

Der Schrei lebt tief
Brennt mich aus
Das Echo
Würde die Welt entzweien.

Die Fugen würden sich lösen
Chaos regiert.

Meine Lippen
Nur ein stummer Schrei.


*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~


Traumbild

Ich träume von dir
Wie deine Eisblumenkristalle
Auf meiner blassen Haut wachsen
Mich durchdringen wie Moosgeflecht
Das mich umhüllt.

Deine Augen so blau und klar
Wie ein Bergsee
Lassen Untiefen erkennen
Deine tiefschwarze Seele
Schleicht sich leise
An die sonst so glatte
Vom Wetter unberührte Oberfläche.

Deine sandfarbene Haut
Sommersprossengesprenkelt
Ist warm und weich
Läd zum Verweilen ein.

Dein Vanilleduft betört mich
Reibe mich an dir
Bis die Hitze zum tobenden Vulkan wird
und unsere Erde bebt.

Doch nur ein Traum ist
Was ich fühle
Bist nicht real
Bist nur Fiktion.

Verblasst, wenn ich erwache
Und dennoch
Trag ich dich bei mir
Kann dich täglich spür’n
Bist mein Verlangen
Meine Sehnsucht gar
Nach der ich mich verzehre
Nach der ich greifen will
Wenn nach der Eruption die Nacht entschwindet
Und ich bei Licht den Tag ertrag.

*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~

Sommertag

Das Schilf wiegt sich leise
Im weichen Wind
Wie zärtliches Streicheln
Flüstert sanft
Ich liebe dich.

Dein Kuss liegt feucht
Auf meinen Lippen
Wie Tau auf Gras an einem
Kühlen Sommermorgen.

Wie ein klarer, frischer Bach
Fließt dein Geist durch
Meine Glieder und erweckt mich
Zu neuem Leben
Sonnenstrahlen kitzeln
Ein magisches Glitzern auf die
Kieselsteine am Grund.

Ein Schmetterlingspaar tanzt
Leicht und beschwingt
Seinen Liebesreigen in meiner Magengrube
Ihre Flügelschläge breiten
Warme, seichte Wellen
In wohligen Schauern durch meinen Körper
Sogar meine Zehenspitzen
Leuchten vor Glück.

Deine Fingerspitzen verwandeln
Meinen Bauchnabel
In brennendes Verlangen
Und du kriechst über meine Sinne
Wie ein dünner, feuchter Film
Aus Schweiß
Lecke die Tropfen von deiner Haut.

So versinken wir im Abendrot
Und Serenaden von Zikaden
Sind unsere kleine Nachtmusik
Bis wir wie Sternenstaub verglüh’n
Am dunklen Sommerhimmel.


*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~


Vergangenheit

Küss nicht die Vergangenheit
Sie wird nie wieder lebendig
Sie ist ein Teil von dir
Doch kein Teil, den du leben kannst
Es ist vorbei.

Trag sie wie ein Geschenk
Wie ein Buch, aus dem du lernst
Wie eine wärmende Decke
An kalten Tagen
Wie ein mahnendes Wort
Wenn dir wieder einmal der Kopf verdreht
Der Bauch ausgeredet werden soll.

Doch betrauere sie nicht,
denn sie wurde gelebt
ihre Zeit ist vorbei
und sie hatte, was ihr zustand.

Und betrauere nicht dich
Weil sie fort ist,
weil sie vergangen ist
weil du dich nicht festklammern kannst.

Lebe
Schon um der Vergangenheit Willen
Atme
Und genieße die Gegenwart
Lerne
So dass in Zukunft alles richtig läuft
Spüre
Dass du am Leben bist und
Liebe
Denn dein Herz braucht ein Feuer im Jetzt und Hier.

Und wenn sie dich beschwert
Dann schließ sie weg
Bis Vergangenheit nicht mehr weh tut
Damit du atmen kannst
Leben kannst
Spüren kannst und wieder
Lieben lernst.

Vergangenheit ist immer
Ein Teil von dir
Doch sie ist nicht du
Du bist mehr
Du bist Hier. Du bist die Gegenwart
Und du kannst Zukunft leben.

Lass es zu.


*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~


Monolog

Gegenschmerz
weil das Sehnen ach so zerrt
du bist meine Seele
und doch warst du stets fern
wie sehr ich dich vermisste.
Durfte nur deine Oberfläche küssen
und wäre doch so gerne in dich eingetaucht
hätte in dir gebadet wie in einem
Meer aus Gold
so sehr liebte ich dich
und tue es noch
und fast zerreißt es mich
dass du nicht da bist
dass du so leidest
dass deine Nähe mir so fehlt.
Doch wirklich nah warst du mir nie
nicht einmal in den
seltensten Momenten
in denen wir das gleiche Boot
zu rudern wagten.
Selbst dann
und ja auch dann
warst du mir fern
bliebst du mir stets verschlossen.
Zog und zerrte an dir
und deinen sieben Siegeln
dem Schloß, dass deine Seele mir verwehrte
bis schließlich ich zerrissen war
und mühsam nur versuchte
mein zerbrochnes Puzzlebild
für dich wieder zu ersetzen.
Ich liebte dich
und lieb dich noch
auch wenn du mir nie glauben magst
weil Liebe dir verschlossen.
Mauern, die dich eingesperrt
dir zum Schutze dienen sollten
lassen mein Licht nicht für dich scheinen
erreich dich nicht
nimmst nur den Schatten wahr
vages Lichterspiel am Horizont.
So gerne hätt ich dich hinausgeführt
mein Prinz
ins Licht
und hätt dich sehen lassen
und in Farben schwelgen
freier Atem wär mein Traum für dich gewesen
Doch Schmerz ist nicht Liebe
Liebe ist Schmerz
obwohl sie tragen, uns erheben sollte
für dich ist sie nur schwer wie Blei
Gift in deinen Adern.
Der Liebe Fluch lastet
auf deinem dunklen Gemüt
und kann es doch nicht erhellen
ach könnt ich doch
ach dürft ich nur
die Fackel sein, die deinen Weg erleuchtet.
Bin doch nur Schattenspiel
an den Mauern, die du um dich bautest.
So bleibt mir nichts
als Gegenschmerz
weil meine Seele spürt wie deine leidet
und dann lass ich dich zieh'n
mit einem letzten Atemzug
Aufbäumen eines Sterbenden.
Lasse dich geh'n
obwohl alles in mir dich halten will
und doch nie halten konnte.
Mein Herz flieht dir nach
und verdurstet jämmerlich
denn deine Wüste ist zur karg
zu öd und leer
und leider nicht für mich gemacht.
Leb wohl.
Dieser Wunsch mag dich begleiten.
Lebe wohl
und find dein Glück.


*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~


Les jeux sont fait

Widerworte für widersinnige Gedanken
Chaosgedanken
Längst ausgedacht und doch
Immer wieder hervorgeholt
Aus den dunklen Ecken meiner Seele.

Biegsame Worte für biegsame Beziehungen
Flexible Welt der Zwischenmenschlichkeit
Wer ordnet sich wem zu
Und wer wem unter.

Sind Sklaven unserer eigenen Vorstellungswelt
Und baden in unserem eigenen Saft
Gehirnsekret
Laben uns leer, fressen uns selbst
Kannibalen des eigenen Egos.

Widerspiegelnde Worte unserer widerwärtigen Handlungen
Verstecken uns hinter Geheimnissen
Schwenken prahlerisch Fahnen
Im Wind der anderen.

Wiegen uns im Schein der untergehenden Sonnen
Mittelpunkt unseres kleinen Universums
Das verräterische Herz in unserer Brust
Sehen Galaxien explodieren
Und fressen ungerührt der Sterne Staub.

Jeder Kuss, jede Berührung auf unserer Haut
Weckt unsere Gier noch mehr
Und den Willen zur Flucht.

Widerstrebendes Anerkennen widerlicher Bedürfnisse
Macht uns zum Tier der Nacht
Willkürlicher Jäger der Dunkelheit
Bis wir schließlich
In unsere eigene Falle tappen.

Das Spiel ist aus.


*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~


Das Spiel

Ich sehe mich brennen
schmelzen in der Hitze deiner Glut
dreh mich im Kreis
schneller und schneller
Tanz mit dem Teufel in mir.

Geh in Flammen auf
mein Verlangen lodert vor Gier
der flackernde Schein
wirft Götzenbilder an die Wand
lachende Fratzen.

Und dann erfriere ich
weil Kälte alles ist was bleibt
wenn du wieder einmal gehst
und mich benutzt da liegen lässt.

Nur mühsam raffe ich mich auf
Marionette des Daseins
zieht der Alltag seine Fäden
bin nur ein Puppenspiel.

Bis du wieder in mich kriechst
Teufel und Inspiration
mich elektrisierst
mich wiederbelebst
und dein heißer Atem in einem Kuß gehaucht
meine trügerische Rettung ist.


*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~


Konditionierungsgeister

Wate durch den klebrigen Morast der Vergangenheit
wo im düsteren, zeitlosen Raum die Konditionierungsgeister
die kalkweißen Glieder ihrer
skelettierten Finger nach mir ausstrecken
um dann wieder im fauligen Morast zu verschwinden.

Wandle über körperlose Ruinen ins Nichts
immer auf der Suche
nach einer Brücke in die Gegenwart.

Doch alles was ich finde
ist Verfall und Tod
durchzogen vom Geruch
sich zersetzender Leichen
der die Einsamkeit erfüllt.

Alles Licht verschwindet
hinter dem eisgrauen Nebel
der sich wie ein Schleier
über alles senkt.

Unerreichbar fern scheint die Hoffnung
wie das fahle Schimmern der kalten Sonne.

Kraftlos werde ich schließlich
Opfer der Dressur aus Jugendzeit
hilflos dem ausgesetzt
was mir früher widerfuhr.

Die grausame Realität
packt mich am Kragen
schüttelt mich durch
wie ein Stück Beutetier.

Gerissen und gefressen
von den Schatten der Vergangenheit
ausgespuckt zum Sterben
taumle ich orientierungslos
in eine ungewisse Zukunft.


*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~


Freiheit

Ich ziehe meinen Kopf
aus deiner Schlinge
durchtrenn den Henkersknoten
mit meinen Engelsflügeln.

Flieg mit Leichtigkeit in
ungeahnte Höhen
die Luft zum Atmen
kristallklar und rein.

Kein Ballast beschwert mehr
meine filigranen Schultern
schwebe, getragen vom neuen Licht
in eine bessere Zeit.

Kein Ziehen
kein unablässiger Druck
der mich zerquetscht
so dass ich jämmerlich
vereende.

Bin frei von dir
und jeglichen Konventionen
nichts was mich hält
nichts was mich bindet.

Losgelassen treibe ich
wie ein Blatt im Wind
sähe mich
wo das Schicksal mich siedelt.

Dort wachse und gedeihe ich
ganz ohne Zug
ganz ohne Zucht
wild und frei
und ohne Grenzen.


*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~


Lebensreise

Seine Hände sprechen Leben
jede kleine Narbe
jeder Riss
die dichten Adern schimmern blau
durch die rauhe Haut.

Seine Augen erzählen Leben
jedes Blinzeln
jede kleine Falte
der wissende, müde und doch
noch immer neugierige Blick.

Wieviele Träume
hat er wohl schon sterben sehen
wieviel Hoffnung
ganz umsonst verschenkt
wie oft gekämpft
und wie oft wohl verloren?

Wieviel Glück
hat er verdient
und was davon erhalten
wieviel Einsamkeit
erträgt ein Herz
und wieviel hat es schon erlebt?

Wie einfach sieht der Weg doch aus
wenn das Ziel so nah und doch so fern erscheint.

Wie oft muss das Leben
uns seine Endichkeit beweisen
bevor wir resignieren
oder spornt es uns gar an
dass jeder Weg
ein jähes Ende finden kann?

Wie oft darf man uns verjagen
bis wir unseren Platz gefunden
und für uns erobert haben
und was passiert all jenen
die ewig auf der Suche sind?

Er ist kein Reisender
doch angekommen ist er nie
auf seinem Lebensweg
Jetzt sitzt er dort am Wegesrand
und ich frage mich, ob er nur rastet
oder ob sein Weg zu Ende ist
weil all die Träume
all die Hoffnung aufgebraucht
und er längst aufgegeben hat.


*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~


Auferstehung

Und ich liebte mich am Wetter
rieb mich an seiner düstren Leidenschaft
sog seinen Regen auf wie Labsal
für die Wunden
die das Leben
meiner kranken Seele geschlagen hatte

Ging unter im Strudel
seines brennenden Gefühls
und feierte die Auferstehung
aus den Ruinen meiner selbst.

Die Straßen pulsierten durch meine Adern
weil die Stadt sich in mir neu erhob
und jedes noch so winzige Gefühl
manifestierte sich in Gebäuden
voller Fenster die nur ich erleuchten konnte.


*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~


Mond

Ich bin der hedonistische Mörder deines Selbstvertrauens
Lösche die Buchstaben aus die dein Leben beschreiben
Als wären sie in Sand geschrieben
Und ich das Wasser, das sie trinkt.

Immer einen schmalen Grat hinter dir
Spürst meinen Atem süß und schal
Warm in deiner Nacken Haar
Der sich wie Honig klebrig gold in ihm festhält.

Ich bin der Schatten, der stets dir folgt
Leise und sanft auf katzensamtnen Pfoten
Dir stets über die Schulter blickend
Jeden Schritt von dir prüft, misst, schätzt
Und für nicht gut genug befindet.

Filtere dein Blut durch meine scharf gezackten Barten
Labe mich an deiner Lebensenergie
Bis alles von dir tief in mir versickert
Die Quelle meines Lebens und ich die Mündung deines Flusses.

Nur deine Hülle wandelt leicht wie Schnee
Durch Straßen gefüllt von leeren Augen, berstend voller Herzen
Überfüllte Bahnhöfe nie angekommener Sehnsüchte
Dazwischen Lichtgestalten misstrauter Engel
Flügel beschnitten, Füße in Ketten, Opfer der Unrelevanz menschlichen Lebens.

Ich bin dein dunkles Ich
Die Seele die dein Innerstes durchtränkt
Mit seinen Sternenstaubgedanken
Stets unbeirrt den Zauberspiegel ungeschminkter Wahrheit im Gepäck
Der die Fratze zeigt, die du so elendig versuchst
Nach außen zu verbergen.

Ich bin der hedonistische Mörder deines Selbstbewusstseins
Weil ich dir zeige wer du wirklich bist
Dein düsteres Geheimnis, wohl behütet im Garten deiner Träume
Eine Ranke die dich fest umschließt
Uns eng zusammen bindet
Siamesische Zwillinge des Schicksals
Für immer treu verbunden
Die helle und die dunkle Seite unseres Mondes.


*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~


Heimat

Mein ganzes Leben
War ich auf der Suche
Nach dem Boden, der mich nährt.
Taumelte, getragen vom Wind der Gezeiten
Wie ein Samenkorn
Scheinbar dazu verdammt
Die Blüte meines Kerns
Nie aufgehen zu sehen.

Schon war ich entschlossen
Mich niederzulassen in der Wüste
Die Reise zu beenden
Verödet, verdörrt
Kein Leben mehr in mir.

Doch orkangleich brauste das Leben auf
Und trug mich höher
Weiter
Bis in Gefilde
Von denen ich bis dahin
Nur geträumt.

Ein Lufthauch noch
Und ich war angekommen
Mein Begehr wurde gegossen
Mit dem süßesten Nektar
Gefüttert und genährt
In wohliger Wärme
Geborgenheit
So dass ich kleine Wurzeln schlug
Und mich in diesem Dasein verankerte.

Hier bin ich nun
Aufgegangen als Blüte
Nie mehr heimatlos.

Verführerisch berausche ich dich
Mit meinem Duft, meinem Dasein
Umspinne dich sirenengleich
Lege meinen Samen in deine Gedanken
Und pflanze mich fort
In deiner Phantasie.

Nähere mich von deinen Ängsten
Deiner Hingabe
Deinem Sein.

Genieße diese Welt
Wie einen Kokon
Schützend, liebend, allumfassend
Innigkeit - und doch so frei.

Ganz ungebunden
Streck ich meine Fühler
Meine Wurzeln aus
Und atme tief, atme das Leben
Inhaliere Gegenwart.

Erfüllt von Frieden
Entfacht die Glut Geborgenheit
Immer neu mein inneres Feuer.

Das Leben hat mich angenommen
Und ich schwelge
In voller Blüte
Mit jeder Faser meines Seins.

*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~


Panther

Gedanken wie schwarzer Samt
ein Panther zum Sprung bereit
lauernd weich und warm
sitzt er im Nacken.

Heißfeuchter Atem
kriecht über Haut
bis tief ins Rückenmark
gräbt sich ein, setzt sich fest.

Leere
so scheint es
doch ist es nur endloser Raum
der Boden ausgelegt mit dunklem
modrigen Moos
geräuschlos lichtlos
Weite.

Fallend und doch
katzenhaft erhaben ruhend
taumelnd
wachsam herrschend
sich drehend
windende Spirale
wütender Orkan
sanft versickernder Strudel.

Pause.

Atmen.
Leben inhalieren.

Hoffnung
auf tiefschwarzem Samt
Nahrung für den Panther
die Reise beginnt.



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung