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Ich habe einen Account bei....

Facebook, also bin ich.

Ich habe eine lange Freundesliste bei WKW - also bin ich jemand.




Michael Jackson lebt. Wieso? Weil er noch immer einen (täglich gepflegten) Account bei Facebook hat - und in Konkurrenz steht, was die Länge seiner Freundesliste betrifft. Lady Gaga hat ihm da offenbar den Rang abgelaufen. Macht aber nichts, ein kurzer Auftritt der Hinterbliebenen im Fernsehen und das Blatt wird sich wenden....


WKW habe ich ja von Anfang an abgelehnt. Wen ich aus meiner Vergangenheit mochte, den hab ich in meine Gegenwart mitgenommen. Bei allen anderen hats offensichtlich dafür nicht gereicht - auch wenns bei manchen eventuell ein wenig schade ist - und dann muss ich die auch nicht virtuell wiederfinden, 20min Smalltalk mit ihnen führen um dann für den Rest meines virtuellen Lebens in ihren "Freundes" oder "Kenn ich"-Listen rumdümpeln.

Langsam aber sicher fange ich allerdings an, die "Social Networks" abzulehnen. Ich bin ein anti-social-networker. Warum? Weil ich soziale Netzwerke im realen Leben haben und pflegen sollte.

Ich war (und bin es, in einer bestimmten Com allerdings nur noch) Chatterin. Ich weiß von den Vorteilen (und den Nachteilen) der virtuellen Kommunikation. Ich weiß auch, dass man durchaus online Menschen finden kann, die man irgendwann im realen Leben als Freunde bezeichnen kann (mein Fleckchen ist da das beste Beispiel *knautsch*). Ich lehne Virtuelles nicht generell ab.

Ich lehne es jedoch ab, so etwas als soziales Netzwerk zu bezeichnen und mich über die Länge meiner Freundeslisten in eben solchen Coms zu definieren. Wer von denen ist denn real für mich da, wenns mir dreckig geht? Wenn ich nicht allein DVD gucken mag? Wenn ich mit jemandem kochen möchte? Umzugshelfer brauche oder jemanden, der mich vom Arzt abholt? Mit wem davon kann ich ins Kino und ihn hinterher auf ein Eis einladen? Geht einer von denen mit mir spontan nach der Arbeit an den See oder samstags nachmittags shoppen? Wohl eher nicht. Wohl eher nur die, die mir real vorher auch schon bekannt waren, gut bekannt. Freunde eben. Brauche ich für die ein virtuelles soziales Netzwerk? NEIN!

Ich sehe da eher eine Gefahr drin. Nicht mal ausschließlich für die ganzen Jugendlichen, die gar nicht mehr lernen, wie es ist, OFFLINE Freundschaften zu pflegen. Die sich maximal mit den wenigen treffen, die wirklich in der Nähe sind und sich dann anschweigen, weil "lol" und "rofl" sich auf Dauer komisch anhören. Dann hocken sie da, "chillen" (ich werd übrigens langsam auch zum Feind des Denglischs....), trinken sich ein paar "Alkopops" (noch son toller Ausdruck) und trennen sich dann wieder - um sich 20min später online zu erzählen, wie toll es doch war, wer was mit wem und warum gemacht (und vor allem auch: nicht! gemacht hat) etcpp.

Werd ich altmodisch? Naja, ich war und bins ja in gewissen Belangen schon immer gewesen. Aber herrje.... heute habe ich eine Umfrage mitgemacht, da gings um Mode. Und dann die Frage, ob man eine bestimmte Kleidungsart eher als "Leisureware", "Homeware" oder "Sports- and Sparetimeware" bezeichnen sollte. Hallo? Haben wir verlernt, uns in unserer Muttersprache ausdrücken zu können? Klingt "Freizeit(be)kleidung" nicht modern genug? Übersetzt doch mal die ganze englische Scheiße... Meine Güte. Und das Beste ist ja, dass wir mit diesen Ausdrücken teilweise im englischsprachigen Ausland gar nicht verstanden werden. Weil nämlich Coke light da "Diet Coke" heißt. Und das ist nur ein Beispiel von vielen. Ich mag schon selbst gar keine englischen Ausdrücke mehr benutzen und sitze dann manchmal da und denke mir: herrje, was haben wir gesagt, wie haben wir das genannt, als es noch nicht in/hipp/mode(!) war, sich ausschließlich in Kürzeln und/oder auf englisch zu unterhalten?

Versteht mich nicht falsch, ich liebe die englische Sprache und schau mir deswegen auch vieles auf Englisch an, wenn denn möglich. Ich träume sogar manchmal auf Englisch, ich hatte Englisch-LK, hab ein paar Semester Anglistik studiert, hab etliche Englischkurse gemacht. Aber wir vergewaltigen unsere Muttersprache. Unnötig! Denn sie ist schön und bildreich und man kann eine Menge mit ihr anstellen und ausdrücken, ganz ohne sie zu vergewaltigen. Ja, ich weiß, auch die französische Sprache hat so ihre Einflüsse auf uns genommen und für manches haben wir keine eigenen Ausdrücke. Majonnaise (nicht Majonäse *grusel*) beispielsweise... Ich sage ja auch nicht, dass Sprache sich gar nicht verändern soll und sie unterliegt selbstverständlich äußeren Einflüssen. Nicht nur die deutsche Sprache, sondern Sprachen generell.

Mir geht es nur darum, dass wir uns nicht immer nur ausschließlich zum Besseren hin verändern. Wir schludern. Wir verschludern unsere Grammatik, unsere Rechtschreibung (die ja ohnehin schon vereinfacht wurden, weils den lieben Leuten zu schwer erschien). Und trotz Vereinfachung wird verschludert. Als ich Abi gemacht habe, wurde bei den Prüfungen, egal in welchem Fach, auch die Rechtschreibung (und Grammtik) mitgeprüft und bei zu vielen Fehlern gabs - trotz inhaltlich richtig - Punktabzug. Wenn ich mir heute so ansehe, was die Leute teilweise (trotz Abitur) so schreiben, dann sehe ich ein Volk von Berufslegasthenikern vor mir. Aber: sie haben einen Facebook-Account und sind bei WKW, also wen juckts?

Soziale Netzwerke geben so einen schönen Schein davon ab, wie beliebt wir doch sind. Wir kennen ja soooooooooo viele Menschen. Also sind wir wichtig. Wir leben, weil wir online sind. Ich bin auch gerne online. Ehrlich. Ich würde das Internet wirklich vermissen, wäre es plötzlich nicht mehr da. Aber ich existiere auch ohne. Ehrlich. Meinen Facebook-Account (ja, ich habe leider einen) habe ich mir letztes Jahr einzig und allein deswegen zugelegt, weil ich fürs Geschäft Rufnummern recherchieren wollte (das geht, Leute, und wie das geht... ihr habt ja keine Ahnung...) und ich werd mal schauen, dass ich ihn jetzt los werde. Ich hab da keine Freunde, weil mich das eh alles nicht nutzt und die 3 Einladungen zu WKW hab ich ungelesen gelöscht.

Ich bin. Ehrlich. Ich existiere. Ganz ohne Freundeslisten und ähnliches. Und ich glaube, ich bin bei meinen Freunden sogar beliebt. So beliebt, dass ich sie regelmäßig offline sehe. Michael Jackson und Lady Gaga können das sicher nicht von sich behaupten - und ich bin mir sehr sicher, dass das auch für die ganzen Otto-Normal-Benutzer in diesen virtuellen "sozialen Netzwerken" gilt.

Wissen die überhaupt, was "soziales Netzwerk" bedeutet? Netzwerk heißt nicht nur, dass man immer wen hat, mit dem man online bissl quatschen kann. Netzwerk heißt auch, dass da jemand ist, der einen mal in den Arm nimmt. Der einem hilft, einen auffängt, einem Mut macht, da ist. Der jubelt und mitweint. Sozial. Das heißt, man ist eine echte Einheit. Man kennt von sich mehr als nur den Nick und wermitwem.

Ich gründe jetzt ein anti-social-network-Netzwerk. Offline. Mit meinen realen Freunden. Die mehr können als nur "lol" und chillen. So. Und ich muss mich nicht mal über die Menge der Leute definieren, die da mitmachen, denn ich weiß, die paar Freunde die ich habe, sind immer für mich da. Egal, welcher Blödsinn mir als nächstes einfällt
17.7.10 10:57
 
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